Operation Eibrot

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Anwesende der Grenzer
Grenzeranwärterin Metaphia, Grenzer Reijo, Obergrenzer Kelko und Hauptmann Sundo sowie vom Wasserauer Bereich Grenzer Gerto

Buckelstadt Inkasso stellte Frau Irmeline und Frau Tansanita

Herr Baruzigil war als Rückendeckung und Zwergenkenner auch anwesend.

Wir haben uns am Abend des 27.12 zur 7. Abendstunde getroffen und gingen in geschlossener Formation zu Bauer Sandsons Hof.

Dort trafen wir auf Frau Tansanita, die die Gegend schon observierte.

Die Observation lief noch nicht lange, da kam auch schon ein Zwerg dahergeeilt, und steuerte direkt ein Nest an.

Wir umzingelten ihn und fragten ihn nach dem woher und wohin. Dieser Zwerg versuchte sich mit Ausflüchten, wurde dann aber sehr schnell der zwergischen Bierbefragung unterzogen.
Durch das beherzte Eingreifen Baruzigils konnten wir dann wesentlich schneller Informationen aus ihm herausbekommen, aber klarer wurden die Worte leider nicht.

Es solle Eier für einen gewissen ‚Schoonar‘  besorgen.  Mehr war aus ihm nicht heraus zu bekommen, selbst eine genauere Beschreibung war nicht zu erhalten.

So wurde er an Ort und Stelle nach Auenländer Recht gezüchtigt und  dann in die Heimat zurückgeschickt.

Kaum war der Zwerg verschwunden, tauchte ein Mensch auf. Dieser war aufmüpfig und meinte sich nichts sagen lassen zu müssen, als sein Komplize auftauchte liessen wir ihn laufen und befragten den Neuankömmling weiter.

Dieser gab an dass er im Auftrag des Breelandes komme. Er meinte dass er auch im offiziellen Auftrag der Auenländer unterwegs sei. (Hier nochmal eine Rüge an Bodo Bounce, der auch Lange als Aushilfsgrenzer anwirbt. So kann sich dann jeder dahergelaufene als Grenzer ausgeben. Wo doch die erste Regel lautet: Der Rekrut muss ein Hobbit sein)

Aufgrund unserer Befragung  ergibt sich nun folgender Verdacht:
Das Breeland ist an einer Eierverknappung interessiert, wohl vor allem um seinen minderwertigen Eiern einen Vorteil zu verschaffen.
Dass bei der Befragung der Name des Herrn Butterblume fiel könnte Zufall sein, aber das können wir einfach nicht glauben. Auch dass im Breeland dieser ‚Scharrer‘ anzutreffen ist und ‚Schoonar‘ eventuell die zwergische sprechweise dieses Namens ist kann vermutet werden.

Nach dieser Befragung schlossen wir diese Untersuchung erstmal ab und werden weitere Schritte einleiten.

Herr Baruzigil machte noch eine verstörende Entdeckung: Als er sich an eine markierte Stelle stellte wurde er  nach eigener Aussage von einem Blitze getroffen. Er fand sich im Körper eines Huhnes wieder, auch sprachen die Hühner mit ihm. Als er dann aber diese Befragen wollte (quasi an der Quelle untersuchungen anstellen) sah er wieder einen Lichtblitz und er war wieder da.
Wir umstehenden konnten den Vorgang des Verschwindens sehen, aber den Zwerg nicht als Huhn erkennen.
Diese Episode ist wohl auf einen elbischen Zauber zurück zu führen. Ein Elb wurde kurz an dieser Stelle gesehen, dieser kann aber leider nicht mit dem Eierklau in Verbindung gebracht werden.
Jedem aufrechten Hobbit kann nur angeraten werden sich von dieser markierten Stelle fern zu halten wenn er nicht in ein Huhn verwandelt werden will.

Weitere Untersuchungen werden folgen.

Wir werden uns mit dem Büro von Buckelstadt Inkasso absprechen um weitere Schritte ein zu leiten.

gez.

Sundo Breitfusz
Hauptmann der Grenzer des Auenlands

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3 Antworten to “Operation Eibrot”

  1. Kleesine Says:

    Das ist ja nicht zu fassen!
    Da spielen sich ja ungeheuerliche Dinge ab, bei Sandsons Hof.

    Elbenzauber! Mehr sage ich nicht, um es mir nicht noch mehr mit jemandem Bestimmten zu verderben.

    Hochachtung und höchster Respekt gebührt der Arbeit von allen Beteiligten.

    Hochfeinverehrte Grüße

    Kleesine Entenbrot

  2. Irv Sanddorn Says:

    Werte Grenzerkollegen,

    habt vielen Dank für den detaillierten Bericht. Was ich da lese, ist in der Tat ungeheuerlich! Ich muss zugeben, dass mir schon in der Vergangenheit der eine oder andere Hobbit von einer Hühnerverschwörung berichtet hat…leider habe ich das immer als Gefasel als Folge zu starken Honigbiergenusses leichtfertig abgetan. Wie sich jetzt zeigt, war das wohl ein Fehler. Nun, ich werde eine Hühnerverschwörungsschulung mit meinen Grenzern abhalten und dann die Sache selbst noch einmal untersuchen. Bitte rechnet bei weiteren Schritten mit meiner Anwesenheit. Dass ich bei dieser gefährlichen Operation fernblieb, ist beinah unverzeilich, aber dringende Grenzerangelegenheiten hielten mich davon ab. Verzeiht.)

    Irv Sanddorn

  3. Moosbeere Krampelfuss Says:

    Guten Tag die Herren, hier nun der Bericht vom gestrigen Abend. Sollte ich noch etwas vergessen haben, so führt es ruhig aus gell. Ich hätte auch noch das eine oder andere gemalte Beweisbild.

    Bericht über die Ereignisse am gestrigen Merstage (30.Vorjul diesen feinen Jahres)

    Nachdem am ersten Untersuchungsabend der Herr Butterblume, seines Zeichens Wirt des tänzelnden Pony – einer berühmt-berüchtigten Kaschemme in Bree, schwer belastet wurde, beschlossen die Grenzer und Inkassaten einstimmig zur Grenzersprechstunde am vorgestrigen Hevenstag, dass man diesen vor Ort aufsuchen sollte – was nun gestern planmäßig erfolgte.

    Die Abreise aus Michelbinge wurde seitens eines ungehobelten Langen verzögert, der gezielt die Frau Irmeline Schraubstock – fähige Mitarbeiterin in meinem Hause, angriff. Entweder wollte er explizit die Abreise verhindern oder aber er hegte persönlichen Groll gegen Frau Schraubstock – letzteres kann ich mir allerdings nicht vorstellen – ist sie doch immer mehr als zuverlässig und korrekt in ihren Ausführungen, gerade, wenn es um delikate Angelegenheiten geht. Die Situation wurde jedoch schnell gelöst – sollte dies tatsächlich eine Verzögerungstaktik gewesen sein, so war sie mehr als schlecht durchdacht und ausgeführt!

    Wir trafen alsbald ohne weitere Vorkommnisse in Bree ein. Dank einer Unterweisung im Schlurfen (Anmerkung: lebenswichtig, um sich in den Strassen von Bree keine Fuss-Verletzungen zuzuziehen) vom sehr kompetenten Herr Obergrenzer Sundo kamen wir auch ohne größere Verletzungen vor der Taverne dieses Herrn Butterblume an. Die Befragung würde durch die Grenzer Sundo und Kelko Breitfusz erfolgen – die anderen würden sich genauestens in der Taverne umsehen. Mir selbst fiel ein äußerst wohlgenährtes, weißgefiedertes, kräftiges Landhuhn auf dem Vorhof der Taverne auf – sehr untypisch für die doch etwas kränklich-schmalen, schmutzigweißgefiederten Hennen, die man sonst in Bree antrifft. Es schien jedoch die Körner völlig außer acht zu lassen und auch das kümmerliche Gras schien es nicht zu locken – eindeutig Landhuhn!

    Während der Befragung des Herrn Butterblume hatte ich die Möglichkeit, den Schankbereich genauestens zu durchsuchen – dabei fielen mir mehr als ein Dutzend Kisten, jeweils mit 12 Flaschen goldgelben Eierpunsch gefüllt auf, die in einer Ecke platziert worden waren – eben genau so, dass sie auf den ersten Bllick von den Gästen keinesfalls erblickt werden konnten. Herr Butterblume selbst geriet aufgrund der messerscharf gestellten Fragen sichtlich ins Schwitzen und man sah nicht nur einmal, wie er sich die Stirn mit einem Tuch abtupfte – meinem Gefühl nach hatte der Herr etwas zu verbergen – keine Frage. Und darunter fällt ja schon, dass man Ware annimmt, obwohl man genau weiß, dass eine Verknappung anderenorts durchaus bedrohliche Konsequenzen für die dortige Bevölkerung hat – ja richtig – ich spreche davon, dass es bei uns bald kein Frühstück mehr geben wird – geschweige denn Omletts oder Törtchen!

    Mein Verdacht hinsichtlich eines eventuellen Hühneraustausch bestätigte sich in seinem Verhalten zur Gänze. Die Herren Grenzer, Frau Kleesine, Herr Baruzigil und wir Inkassatinnen zogen uns in eines der vielen Zimmer zu einer Besprechung zurück. Offensichtlich hatte der Herr Butterblume seine Ware zu horrenten Preisen aus Stadl, einem Nebenort von Bree, erhalten. Dort war man offensichtlich auf die Verknappung bestens vorbereitet und schwamm sozusagen in Eiern, die zu mehr als nur hohen Preisen dann an die umliegenden Höfe und Wirtshäuser verkauft wurden – von Privatkonsumenten garnicht zu sprechen! Auch berichtete uns Herr Sanddorn, Obergrenzer der Wasserauer Wachstube, von dem Eieressen in Frostfels.

    Frostfels selbst liegt in Winterheim und machte diesjährig erstmals mit einem fulminantem Winterfest auf sich aufmerksam. Es gibt ein Theater, ein Schneeballfeld und diverse andere Attraktionen, die die Besucher in Scharen anzulocken versteht. Auch gibt es einen Esswettstreit – wenn man mich fragt, eindeutig für uns Hobbits insziniert, um auch uns anzulocken! Und dort jedenfalls gibt es in großen Mengen Eier zu essen – kostenlos! Beste Eier – so wie man sie liebt – goldgelb der Dotter und schneeeiig das Eiweiß. Diesen Umstand findet der Herr Sanddorn zu Recht merkwürdig, da ja allerorts ansonsten Eiverknappung herrscht!

    Hier nun sehen sich der Obergrenzer Sundo und ich in unserem Gedanken bestätigt, dass die Legehennen vertauscht wurden. Das ist ja auch keine große Sache, weiß man doch allerorts, dass der Bauer Sandson weder gut sieht noch hört und auch ansonsten nur einen schludrigen Knecht beschäftigt, der lieber Pfeifenkrautkringel in den Abendhimmel bläst, als auf die Hühner zu achten! Es wäre also ein leichtes von findigen Dieben, die Hennen auszutauschen – also uns die legelahmen kränklichen Stadthühner unterzujubeln. Noch ist allerdings unklar, ob es lediglich um die Legefreudigkeit auenländischer Premiumhühner geht oder ob eine Kreuzung derselbigen angedacht ist, um auf lange Sicht ein konkurrenzfähiges Huhn zu haben. Dies würde sich leicht rausfinden lassen – man beschloss also, zu allererst ein Huhn und Eier von hier mitzunehmen, um diese mit den Hühnern des Bauern Sandson zu vergleichen. Der vom schlechten Gewissen sichtlich geplagte Butterblume stimmte sofort zu, als man ihm befahl, ein Huhn und Eier mitzugeben – selbstverständlich als Leihgabe.

    Nach einigem Hin und Her war das Hühnchen, welches völlig aufgedreht und zittrig erschien, eingefangen und auch Eier wurden schnell gefunden – dank Frau Kleesine kamen diese auch heil in Michelbinge an. Der Transport von Michelbinge zu dem etwas außerhalb liegendem Gehöft des Eierbauern selbst war kein großes Unterfangen. Ich selbst sprach mit dem völlig aufgelöstem Bauern, der nur noch stur vor sich hinschaute – man sah ihm an, wie ihn dieser Zustand schwer zusetzte wenn nicht gar in den Ruin trieb – deshalb wandte ich hier eine etwas führsorglichere Gesprächstaktik an. Der Bauer erkannte sofort sein flüchtiggegangenes Huhn Amanda. Er hatte seinen Legehennen Namen gegeben und sie von Hand aufgezogen, weswegen auch das Huhn sichtlich gackeriger gestimmt war und aufgeregt flatterte – konnte es einen besseren Beweis geben? Der Bauer war sichtlich ermutigt und gestattete uns, dass wir uns auf seinem Hof umsehen dürften – nur aufschrecken sollten wir die Hühner nicht.

    Wir sahen uns also gewissenhaft um und was sich uns da bot, verschlug einem die Sprache – ja mir selbst trieb es Zornestränen in die Augen – so eine Unverschämtheit ist mir mein Lebtag noch nicht untergekommen! Ganz offensichtlich wurden ein Großteil der Hühner ausgetauscht – auf dem sonst mit fröhlichem Gegacker erfülltem Hof scharrten nun mißmutig knochige, krankgefiederte Hennen nach Körnern. Ein sichtlich verwirrter Hahn lief aufgeregt durch die Gegend und beachtete die Hühner in keinster Weise – zu Recht – waren das doch nicht seine Hofgefährtinnen! Es war also sonnenklar, warum es hier keine Eier geben würde! Und noch etwas fiel auf – das Huhn Glockenblume war abgängig. Das Nest schon längere Zeit leer und unbenutzt und auch sonst waren keine Spuren von ihr zu entdecken. Glücklicherweise ereilte Herr Baruzigil an diesem Tag kein Blitzschlag – das war etwas sehr positives, was unbedingt Erwähnung finden sollte.

    Nach einer kurzen Besprechung beschlossen wir unverzüglich nach Frostfels zu reisen – würden wir dort Glockenblume finden, wären wir der Lösung wieder einen ganzen Schritt näher gekommen.
    Gesagt getan – ohne weitere Verzögerungen kamen in wir Frostfels, der Hauptstadt von Winterheim an. Wie nicht anders zu erwarten, empfingen uns eisige Temperaturen, viel Schnee und eine Horde Betrunkener und Feierwilliger. Dies hielt uns aber nicht vom Vorhaben ab und alsbald schlugen wir den ausgetretenen Trampelpfad nach Gackerland ein – dem Hühnerhof von Frostfels.

    Was uns da erwartete, liess uns gesagte Worte auf den Lippen gefrieren – wohlgenährte vielfarbige Hennen, fröhliches Gack-Gack-Gack, ein zufriedener Hahn und ein schläfriger Wachhund offerierten uns einen idyllischen Eindruck. Festbesucher wurden angehalten, vorgewärmte Steine in die Nester zu legen, auf das es die Hennen mehr als nur behaglich hätten. Keine Frage, den Hennen ging es sichtlich gut – allerdings hatte sich mein Verdacht einer Kreuzung bestätigt. Ein Großteil der dortigen Hennen war wohlgenährt, um nicht schon zu sagen fettansetzender und auch farbenfroher als unsere hiesigen Landhühner. Mir selbst fiel eine Landhenne ins Auge, die etwas abseits der anderen vor sich hingackerte – weißgefiedert, wohlgenährt – eben durchaus ein Huhn, wie es zum Bauern Sandson gehören konnte. Ich sprach es ohne zu zögern mit Glockenblume an und das Hühnchen reagierte sofort – kam auf mich zugelaufen und strich um meine Beine – Glockenblume war gefunden – der letzte Beweis erbracht!

    Wir sind uns sicher, hier einem großen Komplott auf die Spur gekommen zu sein, deren Lösung in Stadl zu finden sein wird! Um aber nicht unvorbereitet in dieses Nest aus Lug und Arglisterei hineinzustolpern, verständigten wir uns, vorerst mit Herrn Mundric Goldscheitel zu sprechen, einem feinem Nachbarn aus Fuchstau der seinerzeit aus Stadl zu uns kam – sicherlich würde er uns etwas zu den örtlichen Gegebenheiten der dortigen Bauern erzählen können, sodaß wir unser weiteres Vorgehen stichhaltig planen konnten. Glockenblume selbst würden wir vorab hier in Gackerland lassen, um später einen stichhaltigen Beweis vorbringen zu können, wenn wir die Verursacher an diesen Ort des Legehennenparadieses bringen würden. Allen jedoch war klar, dass Eile geboten ist – denn am 12. Nachjul endet das Winterheimer Spektakel mit einem großen Hühnersuppenabend – keine Frage, wir mussten uns sputen!

    Als Anlage füge ich noch selbstgemalte Bildnisse der Hühner hinzu.
    Ich bedanke mich nochmals für die feine Zusammenarbeit aller Beteiligten und verbleibe

    *mit grüsslichsten Grüßen
    Moosbeere Krampelfuss
    Ermittlerin Buckelstadt-Inkasso

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